Jan 26

Klarer Abwärtstrend bei den Festgeldzinsen

Haben die Banken die ersten Wochen nach der letzten Leitzinssenkung Ende 2011 noch relativ abwartend reagiert, so scheint mittlerweile zumindest im Festgeldbereich ein klarer Abwärtstrend vorhanden zu sein, was die Festgeldzinsen angeht. Sind die Tagesgeldzinsen bisher noch stabil, so senken hingegen immer mehr Banken zumindest in einigen Laufzeitbereichen ihre Festgeldzinsen.

Zu den Banken, die in den vergangenen Tagen ihre Zinssätze beim Festgeld gesenkt haben, zählen unter anderem die Volkswagen Bank, die Targobank, die comdirect Bank und auch die Bank of Scotland. So senkte die Volkswagenbank zum Beispiel ihren Zinssatz für Festgelder mit einer Laufzeit von einem Jahr von bisher zwei Prozent auf aktuell 1,7 Prozent. Auch die Bank of Scotland senkte die Festgeldzinsen, allerdings nur im Bereich der fünfjährigen Laufzeit, und zwar von 4,5 auf nunmehr 4,25 Prozent.

Durchschnittliche Zinssenkung von rund 0,25 Prozent

Die Banken, die bisher ihre Festgeldzinsen gesenkt haben, haben den Zinssatz im Durchschnitt um etwa 0,25 Prozent reduziert. Damit ist die Höhe der durchschnittlichen Zinssenkung im Festgeldbereich quasi mit der letztmaligen Leitzinssenkung identisch, die ebenfalls 0,25 Prozent betrug. Aufgrund dieser recht eindeutigen Tendenz sollten Anleger sich derzeit nicht für eine langfristige Bindung des Kapitals auf dem Festgeldkonto entscheiden. Das Tagesgeld ist wohl derzeit die deutlich bessere Wahl, zumal die besten Angebote im Tagesgeldbereich teilweise einen Zinssatz beinhalten, den man beim Festgeld mitunter nur für eine Festlegedauer von zwei oder drei Jahren erhält.

 

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